Reisebericht Marokko

06:30 Uhr Tagwache, alles zusammengepackt, trugen wir unsere zwei Touratech-Packsäcke Richtung Zug. Es geht ab nach …

Marokko!

Im Februar erleben wir unser Motorradabenteuer im Norden Afrikas. Vom Wetterchaos, leeren Tanks, Strandfahrten mit  Teepausen an leeren Stränden. 

Leider konnten wir die Taschen nicht schon im CAT (City Airport Train) aufgeben, also ab damit auf den Flughafen. Um 10:00 Uhr startet unser Flieger nach Paris, von dort geht es um 15:15 Uhr weiter nach Casablanca. Wir hatten einen guten Flug und kamen aufgeregt an.

Was passiert nun? Nachdem wir unser Gepäck geholt hatten, erwartete uns eine Menschenmasse vor dem Flughafen. Unser Gepäck wurde nochmal gescannt, bevor wir ins Taxi zu unserem Hotel einstiegen. Es war eine sehr rasante Fahrt, ohne jegliche Verkehrsregeln. In unserem 4* Hotel angekommen (325) bezogen wir unser orientalisches Zimmer, bevor wir zum Essen gingen. Ein gemütliches Abendessen und ein kurzer Spaziergang durch Casablanca beendeten unseren Abend. Wir waren beide so müde vor Aufregung, dass wir schon um 10:00 Uhr einschliefen.

„al-Mamlaka al-Maghribīya“ – Das Land des Sonnenuntergangs

Als wir unsere Motorradsachen fertig gepackt hatten wurden wir schön langsam nervös. Die Wettersituation in Marokko war sehr angespannt und wir wussten nicht so ganz was uns erwarten würde. Nun begann es also, unser Motorradabenteuer Marokko.

Mit einem kurzen Zwischenstopp in Paris landeten wir pünktlich in Casablanca. In Wien bei 5°C weggeflogen und bei angenehmen 15°C und Sonne am Abend in Marokko gelandet. Schnell die Kontrollen abgeschlossen wurden wir beim Ausgang von unserem Taxifahrer abgeholt. Ein komisches Gefühl wenn man den Flughafen verlässt und plötzlich 200 Menschen vor einem stehen. Da fühlt man sich für kurze Zeit wie ein Rockstar. Vor allem die LED-Beleuchtung der Taxiarmaturen hat uns besonders gut gefallen. Da wir bei „Wheels of Morocco“ eine Self-Guided-Tour buchten verließen wir uns bei der Auswahl der Unterkünfte auf die Motorradvermietung. Als wir beim Hotel ankamen staunten wir nicht schlecht als uns der Konsierge die Koffer und unser Handgepäck abnahm. Da wissen wir das wir in einem 5 Stern Hotel angekommen waren. Auch das Zimmerupgrade versüßte uns die Ankunft sehr. Nach der langen Anreise ließen wir den Abend bei Tajine und marokkanischen Spezialitäten ausklingen.

Parlez vous Francais?

Bevor es am nächsten Tag zu unseren Motorrädern ging schauten wir noch am Strand von Casablanca vorbei. Uns viel sofort auf wie viele Menschen die verschiedensten Sportarten betreiben. Egal ob Jung oder Alt, Fußball oder Gymnastik alles war gemeinsam am Strand und genoss die frische Morgenluft. Pünktlich wurden wir von unserem Taxi abgeholt und zur Motorradvermietung gebracht. Wir mussten jedoch feststellen das die Verständigung ohne Französisch sehr schwer werden würde. Bei der Adresse von Wheels of Morocco angekommen wurden wir sehr herzlich von Greg und Viki empfangen. Bereits seit einigen Jahren vermieten sie BMW Motorräder und bieten auch selber verschiedene Touren an. Sie sind offizieller BMW Motorrad Partner und verfügen über topgewartete Maschinen. Leider musste uns Viki mitteilen das unsere geplante Route über Fes, Midelt, Merzouga nicht stattfinden könne, da sich das Wetter in den Bergen verrückt gespielt hat, Straßensperren und extreme Kälte führte zu einer Routenänderung. Während Greg Verena die Motorräder und die Navigation erklärte ging Viki mit Martin die Route durch und die restlichen Organisatorischen Dinge. Nachdem unser Gepäck am Motorrad verstaut war ging es mit ein paar Startschwierigkeiten aus der Gerage der beiden los in unser Abenteuer.

Sind wir jetzt in Marokko oder doch in Schottland

Der Wettergott meinte es an diesem ersten Tag nicht wirklich gut mit uns. Nach ein paar Kilometern im strömenden Regen waren wir schon voll drinnen in unserem Abenteuer. An der Küste entlang sammelten wir die ersten Erfahrungen im Straßenverkehr von Marokko. Schnell war klar, hier gilt die Macht des Stärkeren. Egal ob Vorrangregeln oder Geschwindigkeitsbegrenzungen diese waren eher als Empfehlung gedacht. Besonders die Stadtzentren und kleinen Dörfern mit ihren Märkten waren etwas ganz Neues für uns. Man muss auf so viele Dinge gleichzeitig achten Menschen, Autos, Eselkarren, Mopeds. Da kommt ein Aussichtspunkt am Rand der Küste sehr gelegen.