Portugal Reisebericht

Portugal – Reisebericht

“Bela vista do mar!“ – Schöne Aussicht auf das Meer.

 

 

Meerblick in den Herbstferien, aber wohin?? Die Wahl viel ohne lang zu überlegen auf Portugal. Genauer gesagt die Algarve Küste im Südwesten Europas. Wenn in Mitteleuropa das Wetter schon herbstlich ist, dann ist es in Portugal noch immer sommerlich warm mit kaum Niederschlägen. Viele Reiseunternehmen locken auch zu dieser Zeit mit billigen Flügen.

Direkt am Flughafen in Faro gibt es jede Menge Auto- und Motorradvermietungen. Unsere Wahl viel auf zwei Motorräder von Hertz Ride Portugal. Die zwei BMW R 1200 GS mit Koffern eignen sich perfekt für die hügelige Landschaft der Algarve. Nach wenigen Minuten wurden uns die Schlüssel übergeben und die Koffer an den Motorrädern befestigt. Wir mussten nur noch unser Gepäck verstauen uns schon ging es auch schon los. Wir verlassen die Stadt auf er N2 Richtung Norden. Bereits beim Wegfahren wussten wir, dass die Temperaturen höher als erwartet sind. Wir folgen der N2 bis Ameixial und biegen dann Richtung Westen ab. Von einer gut ausbauten Landstraße wollen wir die Algarve abseits erkunden.

Am Anfang noch schlechter Asphalt verwandelt sich die Straße schnell in einen engen Schotterstreifen. Aufgrund von einigen Straßensperren müssen wir immer wieder die ursprüngliche Route verlassen und genießen die Offroad Kilometer durch die einzigartige Landschaft. Die Algarve ist der Teil Europas wo die meisten Sonnenstunden jährlich gezählt werden. So ist es entlang unserer Tagesetappe sehr trocken und uns wundert es nicht das es hier immer wieder zu Waldbränden kommt. Kurz vor Sao Marcos da Serra kehren wir auf die IC1 und dann auf die N267 zurück. Wir erwarteten im Vorhinein schönes Wetter, aber mit den 34,5°C waren wir nicht vorbereitet. Erschöpft kamen wir in Monchique an. Der Kurort ist Zentrum für viele Touristen und Badegäste die die „Caldas de Monchique“ besuchen. Für uns ist die Lage ideal und bietet einen perfekten Ausgangspunkt für die nächsten Tage. In einer kleinen Villa am Stadtrand genießen wir den Sonnenuntergang am Pool und holen uns Tipps für das Abendessen von der Chefin des Hauses.

Wir beschließen weiter in den Norden zu fahren und wählen dazu die N266 Richtung Padrona. Entlang dieser Strecke müssen wir oft stehen bleiben um die Aussichten zu genießen. Wer hohe Berge und schroffe Felsen sucht wird sie in der Algarve nicht finden. Die kleinen Hügel mit ihren oft durch Menschenhand geschaffenen Terrassen versprühen einen ganz eigenen Scharm. Die Straßen sind im Oktober November wie leergefegt und man ist den Großteil alleine unterwegs. Die geschmeidigen Kurven erinnern an einen Slalomkurs und man muss aufpassen sich dazwischen einige enge langgezogene Kurven verstecken. Im Sommer ist es sehr heiß und im Winter sinken die Temperaturen selten unter 10°C. Am Straßenrand stehen oft Mietautos die bei Einstiegen von zahlreichen Wanderrouten geparkt sind. Wir sind mittlerweile in Sao Luis angekommen und betreten den Naturpark Südwest-Alentejo und Costa Vicentina.

Entlang der Küste gibt es leider keine durchgehende Straße. Man muss immer wieder auf die Hauptstraße ausweichen. Ausgehend von der N120 gibt es zahlreiche Strände und Küstenstreifen die man besuchen kann. An der Küste beginnt jedes Offroad Herz höher zu schlagen. Sand und Schotterwege soweit das Auge reicht. Nicht zu vergessen die Steilküste die sich nur ein paar Meter weiter in den kühlen Atlantik stürzt. Wir bekamen den Tipp unbedingt den „Praia de Odeceixe Mar“ aufzusuchen. Als wir dort ankommen trauen wir unseren Augen nicht. Vor uns eröffnet sich ein riesiger Strand mit türkisblauen Meer. Die N268 führt uns weiter nach Sagres und weiter zum Leuchtturm am Cao de Sao Vicente. Dieser befindet sich auf der Südwestspitze des europäischen Festlandes. Die bis zu 70 Meter hohe Steilküste ist sehr beeindruckend und ein beliebtes Ausflugsziel. Wo kann man sonst noch die letzte Bratwurst vor Amerika essen als bei einem deutschen Auswanderer der jeden Tag hier seinen Imbisswagen aufschlägt. Gestärkt machen wir uns auf den Rückweg nach Monchique. Vorbei an vielen kleinen Bergdörfern schmiegt sich die N267 an die Hügel der Algarve.

Am letzten Tag unserer Reise genießen wir ein paar Stunden am Strand und treffen Facebook-Freund Roger aus dem Küstenstädtchen Portimao. Der Stadtteil Ferragudo hat ganz einen eigenen Charme und bietet sich ideal für einen gemütlichen Spaziergang an. Die kleinen Gassen mit unzähligen Restaurants erinnern an Venedig oder an Küstenstädte in Kroatien. Bei einem typisch Portugiesischen Essen beenden wir unser Abenteuer Algarve und treten mit einem weinenden Auge die Heimreise an.

 

Tipps:                    Vermietung:             Hertz, Auto- und Motorradvermietung

                     Hotels:                    Küste mit Meerblick, Agriturismo im Landesinneren

                                                   Vilafoia, Monchique

Allgemeine Infos:  Reisezeit:      Ganzjährig

                               Flugzeit:        ca. 4 Stunden 30 Minuten

                               Verbindung : Wien – Faro

                               Staat:            Portugal

                               Währung:      Euro