Großglockner Tour

Großglockner Tour

Der Wetterbericht für das verlängerte Wochenende im Mai war vielversprechend und schnell war klar es gibt nur ein Ziel, der größte Berg Österreichs – der Großglockner.

Zu Dritt machten wir uns auf den Weg in den Südosten Österreichs. Ausgangspunkt war wie so oft das Waldviertel. Wie schon bei der Mariazellertour führte uns die Strecke nach Mariazell und über das Gesäuse nach Schladming. Verena freute sich ganz besonders auf die erste Station da sie am Abend mit ihren Eltern das Konzert von Andreas Gabalier besuchte, während Lukas und Martin die Pläne für den nächsten Tag erstellten. Wir waren ein klein wenig nervös da wir den “Glockner” und die Hochalpenstraße zum ersten Mal besuchten. 

Um 07:00 Uhr war Abfahrt Richtung Zell am See auf der 311 und weiter auf der 107 über Fuschl an der Großglocknerstraße.  Schnell war die Maut bezahlt und wir machten uns auf den Weg zur Edelweisspitze auf 3572 Metern.

Das frühe Aufstehen machte sich bezahlt und die 48 km lange Passstraße präsentierte sich in ausgezeichnetem Zustand. Wenn man die Räumfahrzeuge am Straßenrand erblickt wird einem bewusst, was hier jedes Jahr aufs neue von der Frühjahrsschneeräumung geleistet wird. Je nach Witterung kann die Straße von Anfang Mai bis Ende Oktober besucht werden.

Kaum Verkehr machte das Erlebnis “Glockner” für uns zu etwas ganz Besonderem. Die vielen “Points of Interest” die am Weg ausgeschildert sind weißen auf Sehenswürdigkeiten und Ausstellungen hin. Kurz vor der Edelweißspitze wir der Asphalt von Pflastersteinen abgelöst und so fuhren wir die letzten Meter vorsichtig zum Parkplatz.  Oben angekommen waren wir von der Sicht überwältigt. Endlich hatten wir es geschafft!

Kaffee und Apfelstrudel mit Vanillesoße gab es dann am Berggasthof der Edelweißspitze mit einer unbezahlbaren Sicht auf die Großglockner Gruppe. Spätestens jetzt füllte sich der Parkplatz und wir trafen viele Motorradfahrer aus der ganzen Welt. 

Nach ein paar Stunden fuhren wir weiter Richtung Lienz, wo wir am Fuße der Lienzer Dolomiten unser Zimmer bezogen. Der Gasthof Kreithof liegt ein wenig außerhalb von Lienz. Mit ausgezeichneter Küche und gemütlichen Zimmern fühlten wir uns dort auf Anhieb sehr wohl. Da wir noch den halben Nachmittag zur Verfügung hatten beschlossen wir die Wanderschuhe anzuziehen und zur Karlsbaderhütte aufzubrechen. Die Wanderung führe uns von der Dolomitenhütte in der Nähe von unserer Unterkunft über den normalen Wanderweg in zwei Stunden zu unserem Ziel.  Der Weg steigt von 1.620 m allmählich an und man überwindet 640 Höhenmeter auf 2.260 m.

Ausgeschlafen und nach einem ausgiebigen Frühstück ging es weiter auf unserer Tour. Über die Pustertaler Höhenstraße und die 111 fuhren wir nach Kötschach-Mauthen, Greifenburg, Lendorf nach Kremsbrücke. Dort startet unser nächstes Highlight der Tour – die Nockalmstraße. Mit über 52 Kehren steht sie punkto Fahrgefühl dem Großglockner um nichts nach. Leider war das Wetter bei uns nicht so toll und wir kamen kurz vor Ende unserer Tagesetappe in ein Gewitter. Völlig durchnässt kamen wir in Spital am Phyrn in unserer Unterkunft an.

Wir hatten Glück und das Wetter beruhigte sich und wir konnten am nächsten Tag unsere Tour im Trockenen beenden. 

Fazit: Der Großglockner hat eine magische Wirkung auf alle Motorradfahrer und er gehört definitiv zu den Top Attraktionen in Österreich. Die Straße und die Vorbereitungen der Mitarbeiter ermöglichen vielen Bikern ein Erlebnis das sie mit Sicherheit nicht vergessen werden.

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