Galizien Reisebericht

Galizien Reisebericht

4 Jahreszeiten in 4 Tagen

Wie bereits letztes Jahr im Herbst verschlug es uns auch heuer wieder nach Portugal. Diesmal aber nur als Ausgangspunkt für eine Rundreise durch das
spanische Galizien. Um 5 Uhr früh brachen wir zum Flughafen auf. Mit einem Zwischenstopp in Frankfurt landeten wir um 12 Uhr pünktlich in Porto.

Nachdem wir letztes Jahr mit Hertz Ride äußerst zufrieden waren, entschlossen wir uns, auch heuer wieder Motorräder von ihnen auszuleihen. Nach einer 20-minütigen Fahrt vom Flughafen erreichten wir die Hertz-Filiale in Porto, wo unsere BMW R1200 GS auch schon bereitstanden.
Wir verstauten unsere Sachen in den Motorrädern und zogen uns gleich um – leider war die Regenkleidung angesagt.

Bei 14 Grad und Nieselregen starteten wir in den Norden Richtung Galizien. Nach einem kleinen Stück auf der Autobahn bis Braga bogen wir anschließend in den Nationalpark Peneda Geres ab. Entlang der N308 hörte dann auch der Regen auf und wir konnten das Fahren richtig genießen. Nachdem wir uns in Portugal noch mit dem landestypischen Gericht Francesinha gestärkt hatten, überquerten wir die Grenze nach Spanien und fuhren – mit tollem Ausblick auf den Sonnenuntergang – in Richtung unseres ersten Stopps, der Stadt Vigo. Dort verbrachten wir auch die Nacht im Hotel Compostela.

Am nächsten Morgen um 9 Uhr stiegen wir bei bewölktem Wetter und 12 Grad
wieder auf unsere Motorräder und machten uns auf den Weg weiter in den Norden. Entlang der Küstenstraße der Rías Baixas blieben wir an einem tollen Sandstrand stehen, wo wir auch Delfine zu Gesicht bekamen.

Weiter Richtung Norden auf der AC-550 gelangten wir anschließend zu unserem nächsten geplanten Stopp, dem Kap Finisterre. Hier – am Ende des Jakobswegs – stärkten wir uns mit einer Jause und bereiteten uns auf über 200km Autobahnfahrt vor. Wir wollten so schnell wie möglich in den Norden. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Playa de las Catedrales fuhren wir weiter zu unserer nächsten Unterkunft in Arancedo, dem „el Castro“ – einem wunderschönen alten Bauernhaus.

Den dritten Tag starteten wir wieder bei Regen. Wir verließen Galizien für einen Tag und fuhren auf einer kurvenreichen Strecke entlang der N-634 und der AS-227 in Richtung Asturien. Das nächste Ziel war der Nationalpark „Las Ubinas la Mesa“, und wir hatten absolut keine Ahnung davon, was wir an diesem Tag noch alles erleben würden.

Bei leichtem Nebel – Gott sei Dank ohne Regen – fuhren wir die AS-265 entlang den Nationalpark hinauf. Dort staunten wir dann nicht schlecht als mit zunehmender Höhe Schnee lag und auch immer mehr wurde. Teilweise waren neben den Straßen drei Meter hohe Schneewände zu sehen. Außerdem waren durch die Schneemengen viele Bäume umgeknickt und lagen auch auf den Straßen.

Mit gemäßigtem Tempo und bei rutschiger Fahrbahn verließen wir den Nationalpark dann wieder in Richtung Süden. Je weiter wir hinunterfuhren umso besser wurde auch das Wetter. Als wir schließlich aus dem Nationalpark draußen waren erwartete uns strahlender Sonnenschein und wunderschönes Bergpanorama bei angenehmen 15 Grad. Je näher wir unserem nächsten Stopp – der kleinen Stadt O Barco – kamen, umso wärmer wurde es. Kurz vor dem Halt hatten wir sogar 20 Grad. Die Nacht verbrachten wir im Hostal Mayo direkt in O Barco.

Den letzten Tag mit unseren Motorrädern begann bei strahlendem Sonnenschein. Wir fuhren die OU-553 Richtung Süden, wo sich in den Tälern 15 Grad und Sonne mit 4 Grad und Nebel auf den höheren Passagen der Route abwechselten. Nach einem gemütlichen Frühstück im kleinen Dorf Baltar ging es wieder in Richtung Portugal und wiederum dem Nationalpark Peneda Geres. Den Rest des Tages herrschte bestes Motorradwetter bei 15 bis 20 Grad und wir genossen die kurvenreichen Straßen im Nationalpark, die atemberaubende Ausblicke und Panoramen boten.

Über den Staudamm von Salamonde fuhren wir dann wieder weiter über Braga nach Porto, wo wir auch unsere Motorräder wieder zurückbrachten. Wie auch schon letztes Jahr waren wir sehr zufrieden mit dem Service von Hertz Ride. Wir verbrachten den letzten Abend in Porto, wo wir uns ein Apartment im Stadtzentrum gebucht hatten. Nach ein wenig Sightseeing und einem letzten portugiesischen Abendessen legten wir uns mit einem weinenden Auge schlafen – 4Tage waren viel zu kurz.

Am nächsten Morgen um 10 Uhr machten wir uns dann wieder auf den Weg zum Flughafen um die Heimreise anzutreten. Um 18 Uhr kamen wir – im Gegensatz zu manchen unserer Gepäckstücke 😉 – pünktlich in Wien an.